Loslassen Lernen im Fluss Leben

Spirituell loslassen lernen

Ein Wechsel der Perspektive

Spirituell loslassen lernen – Sobald ein Mensch geboren wurde, beginnt er – und zwar ganz automatisch -, anderen seine Bedürfnisse mitzuteilen. Er stellt nicht in Frage, was er tut, oder vergleicht sein Handeln mit anderen seines Alters. Ein Neugebornes ist, was viele Menschen lange vor ihrem Tod aufgehört haben zu sein und was ihnen dennoch fehlt: Sie sind spirituell losgelöst.

Spirituell Loslassen lernen – Was ist das wichtigste für dich

Zwar ist das Verhaltensrepertoire eines Babys zu Beginn noch begrenzt, doch aus unüberhörbarem Geschrei, jammervollem Weinen, aufgeregtem Strampeln und freudvollem Gurren wird schon bald eine große und kunterbunte Palette voller verschiedener Ausdrucksmöglichkeiten, mit denen der neue Erdenbürger Beziehungen gestalten und versuchen wird, ein gutes Leben zu führen. Doch manchmal kommt es anders als erhofft und nur Wenige kämen auf die Idee, dass der Grund dafür eine besondere Art der inneren Gefangenschaft ist.

Ein gutes Leben – Was ist das eigentlich?

Hin und wieder verhält sich das Leben paradox: Je mehr Möglichkeiten es uns zur Verfügung stellt, unsere Bedürfnisse zu befriedigen, umso schlechter gelingt uns dies. Das hat damit zu tun, dass es uns mit zunehmendem Alter immer größere Schwierigkeiten bereitet, zu erkennen, was wir eigentlich wollen. Doch warum ist das so?

Vermutlich erinnerst du dich nicht mehr daran, doch als Baby konntest und musstest du nicht hinterfragen, was das Wichtigste für dich ist, denn es war für dich absolut klar. Du wolltest Liebe, nicht mehr und nicht weniger. Schreien und Weinen und Strampeln und Gurren waren zu Beginn deine Werkzeuge, mit deren Hilfe du sie bekommen hast – mag es dir auch primitiv vorkommen. Die wunderbare Konsequenz für dich lautete: Du warst zufrieden.

spirituell loslassen lernen - Frau mit Kind

Spirituell loslassen lernen- ist die Liebe das Geheimnis?

Doch diese so einfach erreichte Zufriedenheit wird uns allen schon beizeiten weggenommen. Uns wird beigebracht, Liebe allein würde nicht ausreichen; es bräuchte mehr, um wahrhaftig zufrieden zu sein – beispielsweise ganz besonderes Spielzeug, ganz besondere Kleidung und ein ganz besonderes Aussehen. Und später muss es ein ganz besonderer Job sein, am besten einer, der viel Geld abwirft und hoch angesehen ist. Wie aber erklärt es sich dann, dass Viele, die genau das erreicht haben, dennoch nicht zufrieden sind? Was hindert sie daran, Glück zu empfinden?

Schneller, weiter, größer – Spirituell loslassen lernen

Die Antwort darauf hält sich dort versteckt, wohin in Zeiten des ewigen Wettbewerbs kaum einer hinsieht. Während jeder von uns rund um die Uhr damit beschäftigt ist, seine Mitmenschen in allen möglichen Belangen – sei es die Kindererziehung, die Karriere oder das Gehalt –

zu übertreffen, gerät etwas sehr Wichtiges immer weiter abseits unseres Sichtfeldes: unsere Intuition.

Intuitiv zu sein bedeutet zu sein wie Neugeborenes. Es bedeutet spirituell loslassen zu können und somit den Weg zu erkennen, der zu Zufriedenheit führt.

Intuitive Menschen befinden sich außerhalb der Gefangenschaft fremder Bedürfnisse und können diese von ihren eigenen unterscheiden. Sich mit „Weniger“ zufrieden zu geben, widerspricht in ihren Augen weder einem modernen noch einem vernünftigen Lebensstil. Somit stehen intuitive, spirituell freie Menschen unter viel weniger Druck, was sich wiederum positiv auf ihre Gesundheit und somit auch ihre Zufriedenheit auswirkt.

Menschen, die jedoch beizeiten verlernt haben, spirituell loszulassen, jagen fortwährend Zielen nach, die ihnen lediglich Kraft rauben, aber niemals Erfüllung einbringen werden. Mit etwas Glück spüren diese Menschen jedoch, dass es an der Zeit ist, etwas zu verändern.

Leben Loslassen lernen- Steine im Fluss

Copy and Paste

Auch wenn wir vergessen haben, wie wir wahrhaftige Zufriedenheit erlangen können, aus früheren Zeiten wissen wir noch ganz genau, dass es sie gibt. Da uns jedoch früh beigebracht worden ist, unsere eigenen und ganz natürlichen Bedürfnisse solchen, die andere Menschen sich für uns ausgedacht haben, unterzuordnen, stehen wir plötzlich vor einem Problem. Wir wissen nicht mehr, was uns glücklich macht, uns, so, wie wir wirklich sind, nicht wie andere uns am liebsten sehen würden. Die einzige Lösung, die uns dazu meist einfällt, lautet Copy and Paste, das heißt, sobald wir einen zufrieden aussehenden Menschen sehen – ob im Fernsehen oder im Freudekreis -, benutzen wir ihn wie eine Schablone und kopieren ihn. Es liegt jedoch auf der Hand, was solch ein Vorhaben in Wirklichkeit bewirkt. Wir entfernen uns nur noch weiter von dem zufriedenen Gefühl aus unseren frühen Erinnerungen. Und wenn wir ehrlich sind, ist das auch gut so. Denn was wäre die Welt, wenn alle in die gleiche Richtung schwimmen würden? Kein Mensch gleicht dem anderen und weil das so ist, ist es unmöglich, das Leben eines anderen Menschen zu seinem eigenen werden zu lassen. Somit ist das, was jemand anderes zufrieden stellt, nicht das, was uns selbst Glück einbringt.

Die geheime Glücksformel – Spirituell Loslassen lernen

Die Frage, die sich daraus ergibt, lautet: Wie können wir herausfinden, was uns glücklich macht? Und: Welcher Weg muss beschritten werden, um ganz bestimmt am richtigen Ziel zu landen?

Vielleicht gehörst auch du zu jenen Menschen, die befürchten, beizeiten dem falschen Pfad gefolgt zu sein. Vielleicht fragst du dich, was es braucht, zurück auf Kurs zu kommen und vielleicht vergleichst du dich deshalb mit Menschen, die trotz aller Hindernisse offenbar genau dort angelangt sind, wo auch du am liebsten sein willst.

Doch anstatt ein zufriedenes Leben zu führen, so wie andere, rästelst du, wie die geheime Glücksformel lauten könnte. Dabei ist die Antwort eigentlich ganz einfach.

spirituell

Uns selbst entsprechen

Ob beruflich erfolgreich oder nicht, Zufriedenheit hängt nicht unbedingt davon ab, wie viele Sprossen der Karriereleiter ein Mensch in seinem Leben erklommen hat. Und auch nicht vom Kontostand. Zufriedenheit ist ein Gefühl, das sich erst dann einstellt, wenn ein Mensch genau das tut, was er liebt, wenn er also allein sich selbst entspricht und nicht anderen.

Doch die meisten Menschen leben ein fremdes und ebenso ein verkrampftes Leben. Die meisten Menschen leben ein Leben, in dem sie zu keinem Zeitpunkt spirituell loslassen, sondern künstlichen Werten nacheifern.

Bis zu ihrem Tod schaffen es Manche, die Kluft zwischen ihren wahren Bedürfnissen und jenen fremden, die sie stoisch befriedigen, zu ignorieren. Für andere ist dieser Kraftakt jedoch zu immens. Nach langer Zeit, in der sie alles dafür getan haben, sich selbst hinters Licht zu führen, erblicken diese Menschen ihr Leben und gestehen sich ein, dass es ihnen in Wahrheit zuwider ist.

Diese Art der Einsicht kommt hin und wieder von ganz allein, doch oftmals braucht es einen unerbittlichen Auslöser. Der effektivste unter ihnen heißt Krankheit und ist im Grunde nichts anderes als ein Weckruf, der uns zu einer Veränderung auffordert.

Krankheiten, wenn wir dabei bleiben, sind gewiss nichts Erfreuliches. Doch sie sind dennoch nicht ausschließlich schlecht. Etwas Gutes, das jede Erkrankung mit sich bringt, ist zum Beispiel, dass wir lernen, uns wieder besser wahrzunehmen und für uns Sorge zu tragen. Dank einer Krankheit wechselt unser Fokus vom Außen in unser Innerstes und offenbart etwas, was wir lange Zeit nicht beachtet haben: unsere Bedürfnisse. Diese im Blick, gelingt es uns nun auch endlich, das loszulassen, woran wir uns viel zu lange Zeit festgeklammert haben: die Bedürfnisse anderer. Indem wir uns diesen Schritt erlauben, erlauben wir uns geichsam wieder, wie Neugeborene zu sein. Wenn es für uns dann optimal läuft, beginnen wir, ehrlich zu uns selbst zu sein. Wir können endlich wieder spirituell loslassen und wahre Zufriedenheit erfahren.

Ein rundum perfektes Leben

Neben Krankheiten bietet uns das Leben obendrein allerhand andere Gelegenheiten an, zu lernen, wie wir spirituell loslassen können. Lebenskrisen aller Art eignen sich dafür, da sie uns zwingen, neue Perspektiven einzunehmen und alte Denk- und Verhaltensmuster gegen neue Herangehensweisen zu tauschen.

Wie viele andere fragst vielleicht auch du dich, wozu das überhaupt gut sein soll und bist der Ansicht, dass schlechte Zeiten gar nicht erst existieren sollten. Doch was wäre dann? Was wäre, wenn das Leben für jeden von uns rundum perfekt und von allen Lastern befreit wäre? Welchen Grund hätten wir zu wachsen und uns weiterzuentwickeln? Oder um es noch radikaler zu formulieren: Welchen Grund hätten wir zu existieren?

Spirituell loslassen lernen bedeutet somit auch zu lernen, das vermeintlich Schlechte im Leben als Chance zu erkennen. Und um dies zu können, müssen wir aufhören, gegen das Leben selbst anzukämpfen.

Spirituell loslassen lernen

Leben bedeutet durch Höhen und Tiefen zu gehen. Ohne Tiefen hätte niemand von uns ein Gefühl für Höhe. Schöne Augenblicke können wir somit erst genießen, wenn wir wissen, wie sich schmerzhafte Momente anfühlen. Fortwährend gegen Schmerzen anzukämpfen würde also bedeuten, uns selbst das Schöne im Leben zu verwehren.

Üblicherweise sieht unsere Sicht der Dinge anders aus. Wir scheuen uns vor Veränderungen und noch mehr scheuen wir uns vor Problemen. Doch was spricht dagegen, Probleme als etwas Hilfreiches zu betrachten? Zum Beispiel als Hindernis, das wir überwinden und daran lernen können? Was spricht gegen einen Wechsel der Perspektive? Oder den Versuch, das Problem zu lösen, anstatt alles zu tun, ihm aus dem Weg zu gehen?

Jedem von uns steht fortwährend die Entscheidung zur Verfügung, Geschehnisse auf unterschiedliche Weise zu betrachten. Wir können Krankheit als Strafe Gottes verstehen oder als Botschaft, die uns hilft, unsere Intuition wiederzuentdecken. Wir können den Verlust eines geliebten Menschen als lebenszerstörenden Schicksalsschlag betrachten oder uns für ihn freuen, dass er die Pforte zu einem schöneren Dasein betreten durfte. Wie schlimm die Dinge auch immer stehen mögen, niemand kann uns davon abhalten, in ihnen nach etwas Schönem Ausschau zu halten. Und jeder von uns wird fündig, sobald er spirituell loslassen und sich auf Veränderungen einlassen kann.

Kontrolle loslassen

Loslassen Lernen _Menschengruppe

Spirituell loslassen lernen geht darüber hinaus stets damit einher, sich seines Kontrollbedürfnisses gewahr zu werden und dieses abzugeben. Anstelle von Kontrolle rückt Vertrauen in die Weichen, die das Leben uns stellt, in den Vordergrund. Wer dem Leben Vertrauen schenken kann, vermag dies auch für sich selbst. Wer also lernen möchte, spirituell loszulassen, lernt zugleich, sich seiner eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden und diese weiterzuentwickeln. Wer wiederum um seine Fähigkeiten weiß, hört automatisch auf, das Leben kämpferisch zu bestreiten. Er erkennt, dass Kämpfen wertvolle Kräfte vertilgt, wodurch Zufriedenheit für uns nur noch mit Mühe wahrnehmbar wird.

Was verhindert, dass wir spirituell loslassen können?

Augenblicke, ob gut oder schlecht, währen nicht ewig. Allerdings hinterlassen sie oft Spuren, sogenannte Muster oder Glaubenssätze, die inmitten unseres Unterbewusstseins bestimmen, wie wir auf bestimmte Ereignisse im Leben reagieren. Dahinter verbirgt sich oft eine Schutzfunktion, die uns bewahren soll vor einer weiteren Niederlage, einem weiteren Verlust oder einer weiteren Blamage. Geben wir uns diesen Mustern unreflektiert hin, grenzen wir uns selbst ein und sind somit nicht frei. Frei sein bedeutet spirituell loslassen. Spirituell loslassen bedeutet ohne Angst zu leben.

Wie wir unsere Glaubenssätze auflösen

Wenn du es schaffen möchtest, dich von deinen Glaubenssätzen zu befreien, wenn du also spirituell loslassen lernen möchtest, gerätst du unweigerlich in die Nähe deiner Vergangenheit. Dort, in deiner frühen Kinderheit, wurden für dich – wie jedem von uns – Denkmuster erschaffen, die dich heute gefangen halten. Du lerntest, dass es wichtig sei, etwas zu haben und um alles in der Welt nicht wieder herzugeben. Du lerntest, dass Besitz gleichbedeutend ist mit Glück und verbandest Verlust mit großem Unglück. Sobald du dir dieser Dinge bewusst werden kannst, sobald du sie erkennen kannst, wird es dir gelingen, sie loszulassen. Spirituell loslassen lernen heißt also auch reflektieren lernen. Reflexion wiederum ermöglicht es dir, zu erkennen, wofür du Tag für Tag deine wertvollen Ressourcen aufbrauchst. Du wirst feststellen, dass es oftmals simple und zugleich wirkungsvolle Bedenken sind, die dich davon abhalten, dein Leben so zu leben wie es deiner Natur entspricht.

Vera F. Birkenbihl – Pragmatische Esoterik – Der kleine Weg zum großen Selbst – spirituell loslassen

Wer spirituell loslassen lernen möchte, erhält eine neue Chance

Was spirituell loslassen nicht bedeutet, ist, Probleme von uns wegzuschieben. Es bedeutet Raum für neue Erfahrungen einzuräumen, mit deren Hilfe wir uns weiterentwickeln. Spirituell loslassen lernen darf somit als Prozess verstanden werden, der eine Vervollständigung unseres Selbst bewirken kann. Doch ohne Übung und ohne uns bewusst zur Reflexion zu ermutigen, wird uns das Erkennen unserer Glaubenssätze nur schwer gelingen. Wer spirituell loslassen lernen möchte, wird rasch erkennen, dass niemand – kein Guru, kein Therapeut oder Psychologe – ihm dieses Vorhaben abnehmen könnte. Nur wenn wir bereit sind, Selbstverantwortung zu übernehmen und uns trauen, nach unseren wahren Bedürfnissen zu forschen, können wir abermals die Zufriedenheit eines Neugeborenen erreichen.

Engagement für uns selbst zahlt sich aus und zwar für jeden, denn jeder kann, wenn er bereit dazu ist, spirituell loslassen lernen und ein zufriedenes Leben führen.

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