unterdrückte Gefühle

Wie unterdrückte Gefühle Krankheiten erzeugen

Wie unterdrückte Gefühle Krankheiten erzeugen können

Negativen Gefühlen wie Trauer, Wut, Scham oder Verzweiflung wollen sich die wenigsten Menschen wirklich stellen. Wie sieht es denn bei Dir mit Beschwerden durch unterdrückte Gefühle aus?

Denn diese Emotionen sind häufig sehr schmerzhaft und immer mit Erinnerungen verbunden. Da scheint es doch viel leichter, diese Gefühle zu verdrängen, wegzuschließen und aus dem alltäglichen Leben möglichst schnell zu verbannen.

Bist Du au ein Weltmeister im Verdrängen?

Wir erschaffen unsere Krankheiten selbst

Doch wenn unsere negative Erfahrungen nicht verarbeitet wird, verschwinden sie keineswegs.

Unterdrückte Gefühle können wir nicht für immer verdrängen. Tief im Inneren von uns wachsen sie und manifestieren sich dann im Laufe der Zeit zu diversen seelischen wie körperlichen Beschwerden.

Unterdrückte Gefühle können nicht für immer verdrängt werden

Dass das psychische Wohlbefinden eine enorme Wirkung auf unser körperliches Befinden hat und mit diesem in engem Zusammenhang steht, bestätigt mittlerweile auch die reguläre Schulmedizin. Unterschiedliche Beschwerden, die bei uns durch unterdrückte Gefühle und nicht verarbeitete Erlebnisse ausgelöst werden, sind daher nicht ausschließlich unter esoterischen Gesichtspunkten als großes Problem der heutigen Gesellschaft anzusehen.

Derzeit beschäftigen sich neben Psychologen, Psychiatern und Heilpraktikern auch Kardiologen, Internisten und Allgemeinmediziner mit dem Phänomen, wie unterdrückte Gefühle Krankheiten erzeugen können. Geplant sind für die kommenden Jahrzehnte auch einige Studien, die sich mit dieser Thematik eingehend beschäftigen.

Warum werden Gefühle unterdrückt – Ursachen

Kinder haben zumeist einen sehr direkten Bezug zu ihren Emotionen und leben diese, vor allem im Kleinkindalter, ohne Hemmungen aus. Im Zuge des Erwachsenwerdens verändert sich dieser natürliche Mechanismus durch verschiedene Faktoren.

Zum Einen wird uns Menschen durch die Erziehung antrainiert, sich Gefühlen wie Wut und Enttäuschung nicht ständig voll hinzugeben. Zum Anderen folgen bei unkontrollierten Gefühlsausbrüchen oft Maßregelungen.

Im Laufe des Lebens verlernen Menschen also auch, sich ihren Emotionen zu stellen und mit ihnen umzugehen. Natürlich ist es keinesfalls ratsam, seinen Gefühlen immer und überall freien Lauf zu lassen, denn viele Situationen setzen ein gefasstes und kontrolliertes Auftreten im Erwachsenenalter voraus.

Warum werden Gefühle unterdrückt - Ursachen

Doch Emotionen völlig zu ignorieren und sich ihnen nicht zu stellen, kann ein hohes Stresslevel für den menschlichen Körper und Geist erzeugen.

Ein weiterer Faktor für die Unterdrückung von Gefühlen ist die Angst davor. Insbesondere bei Emotionen, die mit stark negativ behafteten Erlebnissen oder Erinnerungen einhergehen, scheint es sinnvoller, sich diesen nicht zu stellen. Hier spielt die Angst, sich seinen eigenen Schwächen bewusst zu werden, eine große Rolle. Denn in einer leistungsorientierten Gesellschaft dürfen wir keine Schwächen zeigen.

Viele erwachsene Menschen stellen sich daher unbewusst auf eine sehr ungesunde Gleichung ein: Emotionen=Schwäche. Und wenn es um Gefühle wie Trauer durch Verluste geht, Trennungen oder den Tod von geliebten Menschen, ist eine umfassende Auseinandersetzung mit der eigenen Gefühlswelt schlichtweg zu schmerzhaft.

Die möglichen Folgen von Gefühlsunterdrückung

Die Unterdrückung von Emotionen ist keine dauerhafte Lösung für unausgesprochene Sorgen, Ängste und Problematiken im Alltag. Denn die eigenen Gefühle zu ignorieren kostet immens viel Kraft und Energie. Auf der emotionalen Basis entsteht somit eine ungesunde Drucksituation, in welcher das entlastende Ventil fehlt.

Zur Veranschaulichung dient hier ein überlaufendes Fass oder ein zerplatzender Ballon, der die ständig in ihn hineinströmende Luft nicht mehr halten kann. Die zurückgehaltenen Emotionen bahnen sich also irgendeinen Weg an die Oberfläche und äußern sich im Zuge dessen dann durch psychische wie körperliche Beschwerden.

Psychische Beschwerden durch unterdrückte Gefühle

Zu den häufigsten psychischen Beschwerden aufgrund von unverarbeiteten negativen Emotionen zählen allgemeine Unausgeglichenheit, Nervosität, Unruhezustände und Konzentrationsstörungen. Diese können oft auch mit einem erheblichen Leistungsabfall einhergehen.

Manchmal entladen sich unterdrückte Emotionen auch in völlig unkontrollierten Gefühlsausbrüchen, die in keinem Verhältnis zur aktuellen Situation stehen (Wutanfälle, Weinkrämpfe).

Im schlimmsten Fall entwickeln sich ernstzunehmende psychische Erkrankungen wie depressive Episoden, Phobien oder Angsterkrankungen, die mit Panikattacken einhergehen.

Physische Beschwerden durch unterdrückte Gefühle schaffen körperliche Symptome

Physisch können sich nicht ausgelebte und unverarbeitete Emotionen in zahlreichen Beschwerden manifestieren und bemerkbar machen. Sehr häufig treten hier Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Migräne auf.

Weiterhin zählen Beschwerden des Magen-Darm-Trakts zu den bekanntesten Symptomen.

Die starke Unausgeglichenheit der Gefühlswelt und der enorme Druck äußern sich hier durch Magenkrämpfe, Sodbrennen, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung.

In schweren Fällen können sich so chronische Entzündungen der Magenschleimhaut, Magengeschwüre oder ein Reizdarm-Syndrom entwickeln. (Hierbei ist allerdings auch nicht außer Acht zu lassen, dass Menschen, die sich in extrem stressigen Situationen befinden, häufig nicht auf eine gesunde Lebensweise achten. Wer viel Stress hat, dem fehlt zumeist die Zeit, regelmäßig und gesund zu essen und gesundheitsgefährdende Angewohnheiten wie Rauchen und der übermäßige Genuss von Alkohol kommen nicht selten vor.)

Beschwerden durch unterdrückte Gefühle

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Als Folge von langjährig unterdrückten Emotionen gelten auch Beschwerden wie Rückenschmerzen, Schmerzen im Schulter- sowie Nackenbereich, allgemeine muskuläre Verspannungen und Verhärtungen sowie Beschwerden bezüglich der Kiefermuskulatur. Diese Beschwerden können mitunter zu gesundheitsgefährdenden Fehlhaltungen und Bewegungseinschränkungen bis hin zu Bandscheibenvorfällen führen.

Beobachtet wurden weiterhin Schwindelattacken, die auf starke Verspannungen im Nacken- und Kieferbereich zurückzuführen sind, Zyklusstörungen, Störungen der Libido und Irritationen der Haut (Atopisches Ekzem/Neurodermitis). Von Kardiologen bestätigt wurde außerdem eine Verschlimmerung der Symptome bei ernsthaften Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems durch eine stark negativ beeinträchtigte Gefühlswelt der Patienten.

Die häufigsten Beschwerden durch Gefühlsunterdrückung

  • Muskelverspannungen
  • Muskelschmerzen
  • Migräneartige Kopfschmerzen
  • Magendarmkrämpfe
  • Reizdarm
  • Sodbrennen
  • Unruhezustände
  • Ängste
  • Konzentrationsstörungen

Zusammenhang der unterdrückten Gefühle und den einzelnen Beschwerden

Zum besseren Verständnis lassen sich die Beziehungen zwischen nicht verarbeitenden Emotionen und diversen Beschwerden nachvollziehbar darstellen.

Nacken, Rücken und Schulterbreich

Schmerzen und Verspannungen im Bereich unseren Rückens und den Schultern deuten auf ein schweres Gewicht hin, dass getragen werden muss, also die emotionalen Altlasten, unter deren Druck der Mensch dann in sich zusammensackt und letztendlich auch zusammenbricht.

Kiefermuskulatur

Schmerzen und Verspannungen im Kieferbereich und auch Zähneknirschen bezeichnen einen starken, innerlichen Druck, der ein Ventil sucht und keine andere Möglichkeit hat, auszubrechen. Dies gilt als typischen Zeichen für stetiges „Unter Druck gesetzt fühlen“ und die Unfähigkeit oder auch das Verbot, zu negativen Emotionen stehen zu können, also keinerlei Schwäche zeigen zu dürfen. Kieferbeschwerden sind wenig plakativ und fallen zumeist innerhalb der Gesellschaft nicht auf (im Gegensatz zu einer gebeugten Körperhaltung aufgrund von Rückenschmerzen oder stark beeinträchtigenden Magen-Darm-Erkrankungen).

Verdauungssystem

Beschwerden des Magen-Darm-Bereichs beschreiben relativ klar den Ausbruch von unterdrückten Gefühlen. Emotionen drücken hier von Innen nach Außen und suchen sich ihren Weg aus dem Körper hinaus, ähnlich wie Lava aus einem Vulkan (saures Aufstoßen, Erbrechen, Durchfall, krampfartige Schmerzen).

Kopf

Kopfschmerzen deuten auf eine Art Gedankendruck hin, also die unbewusste Unfähigkeit, sich bewusst mit unterdrückten Emotionen zu befassen. Hier entstehen Störungen des Gedankenflusses, einhergehend mit Unkonzentriertheit und einem mentalen Leistungsabfall.

Schmerzen durch unverarbeitete Emotionen, Dein Körper ist Ausdruck Deiner Seele

Unterdrückte Gefühle manifestieren sich, wenn nicht verarbeitet, zu emotionalen Geschwüren, die Druck erzeugen können oder Schmerzen. Sie sind belastend, und diese Belastung spiegelt sich dann auch in körperlichen Beschwerden wider.

Allumfassend betrachtet lässt sich sagen, dass nicht ein unterdrücktes Gefühl eine bestimmte Erkrankung auslöst. Vielmehr sind es die langjährigen Verhaltensmuster, Emotionen zu ignorieren und sich nicht mit ihnen auseinander zu setzen, die zu Beschwerden führen können.

Hilfe und Gegenmaßnahmen

Bei starken Beeinträchtigungen in unserem alltäglichen Leben auf Grund von unverarbeiteten Erlebnissen, die mit unterdrückten Emotionen in Zusammenhang gebracht werden, ist es ratsam, dass Du fachliche Hilfe in Anspruch nimmst.

Hier sind Psychiater sowie Psychologen die adäquaten Ansprechpartner. Neben Gesprächen und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen wird außerdem auch die Selbsthilfe empfohlen. Denn um Gefühle besser deuten zu können, sie besser zu verarbeiten und letztendlich ein Gleichgewicht von Körper und Seele zu erreichen, helfen körperliche Betätigung, Entspannung und Meditation.

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Fest integriert in die schulmedizinische Behandlung sind mittlerweile auch Yogaübungen, autogenes Training und Shakrenmeditation, um unterdrückte Gefühle zu verarbeiten.

Diese körperlichen wie mentalen Übungen helfen, auch negative Gefühle zuzulassen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, um sie letztendlich loslassen zu können.

Sportliches Auspowern in Form von Jogging, Walking, Schwimmen oder Krafttraining dient als Ventil für Wut, Enttäuschung oder Hilflosigkeit.

Ein weiteres Ventil für unterdrückte Gefühle kann künstlerische Betätigung sein. Viele psychotherapeutische Patienten berichten von einer langfristigen Entlastung durch die Freisetzung von negativen Emotionen im Malen, Dichten oder Musizieren.

Akuthilfen

Wie sieht es denn bei Dir mit Beschwerden durch unterdrückte Gefühle aus? Was sind Deine bewärten Strategien?

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Nicht immer ist es möglich, seinen Gefühlen hemmungslos freien Lauf zu lassen und manchmal fehlt schlichtweg der geeignete Gesprächspartner.

Um unterdrückte Gefühle trotzdem zu verarbeiten und diese loslassen zu können, sind bestimmte Hilfemaßnahmen aus dem psychologisch-therapeutischen Bereich empfehlenswert. Eine leicht durchzuführende und unkomplizierte Übung ist das Schuhkarton-System. Hierbei schreiben wir alle alle unterdrückten Gefühle einzeln auf einen Zettel. Falls Dir bekannt, kann der Grund für das negative Gefühl auf der Rückseite des jeweiligen Papiers platziert werden. Die Zettel kannst Du anschließend in einen Schuhkarton gelegt.

Sinn dieser Übung ist es, die eigenen Gefühle zu erkennen, sie anzunehmen und sich mit ihnen zu beschäftigen. So werden die Emotionen wahrgenommen, aber zur eigenen Entlastung an einem sicheren Ort zwischengelagert. Sie liegen bildlich genommen also nicht mehr so schwer auf der Seele, was auch dem Körper zugute kommt.

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