Nicht mehr zornig sein - besonders in schwierigen Zeiten

Nicht mehr zornig sein – besonders in schwierigen Zeiten

Das eigene Verhalten unter Kontrolle bringen: Nicht mehr zornig sein

Impulsive Menschen stehen in dem Ruf, ehrlich und authentisch zu sein. Das sind erst einmal positive Eigenschaften, die sich im Umgang mit Menschen auch bewähren. Manchmal ist die Impulsivität aber auch negativ. Wenn Wut, Zorn und Ehrgeiz so gross werden, dass sich vor dem inneren Auge nur noch eine rote Wand zeigt, führt das zu wenig angenehmen Ausbrüchen. Nicht mehr zornig sein ist das Stichwort, um abzukühlen – wie das geht, erfährst Du hier.

Reflektierter Umgang mit Emotionen

Emotionen sind gesund. Sie dienen der Pflege des Seelenlebens. Und dementsprechend ist es auch gar nicht schlimm, Wut, Zorn, Frustrationen und andere Emotionen zu haben. Lediglich der Umgang mit den manchmal überwältigenden Gefühlen kann schwierig sein. Nicht mehr zornig sein ist daher ein ganz verständlicher Wunsch: Denn wer zu übermässigem Zorn neigt, der verbaut sich durch heftige Reaktionen so manchen Weg. Du kannst Deinen Zorn nicht einfach wegzaubern. Du musst lernen, damit umzugehen. Reflektiere:
– In welchen Situationen bist Du zornig?
– Gibt es eine bestimmte Sache, die Deinen Zorn auslöst?
– Steckt eigenes Versagen oder die Angst vor Unzulänglichkeit hinter Deinem Zorn?
– Schäumst Du über, wenn Du Dich in die Enge getrieben fühlst und keinen Ausweg mehr siehst?

Geh dem Thema oder dem Sachverhalt, die jeweils Deinen Zorn erregen, einfach aus dem Weg. Vermeide die Themen und begib Dich nicht in die fragwürdigen Situationen. Bemerkst Du das, was Deinen Zorn auslöst, im Gespräch, wechsle das Thema oder brich das Gespräch ab. Du darfst das dem Gesprächspartner oder der Gesprächspartnerin gegenüber natürlich begründen, dann bleibst Du ehrlich und authentisch. Aber lass Dich nicht zu einer Diskussion hinreissen, warum gerade dies oder jenes Deinen Zorn erregt – denn dann beschäftigst Du Dich mit dem Thema in Frage und wirst zornig.

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Erkennst Du eigene Schwächen und Unzulänglichkeiten hinter Deinem Zorn, solltest Du diese angehen. Wenn Du Dich inkompetent fühlst und deshalb zornig wirst, bilde Dich weiter. Dann musst Du in der gegebenen Situation nicht mehr zornig sein. Eigenes Versagen und Ängste solltest Du immer als Herausforderung verstehen, an Dir zu arbeiten.

Durchatmen, bevor die Welle kommt

Wenn Du über Deine Emotionen reflektierst, wirst Du schnell erkennen, wenn der Zorn wiedermal über Dich kommt. Du wirst frühe Warnsignale ausmachen können, so dass Dich die emotionale Wucht nicht völlig überrascht. Dazu musst Du Dich aber immer selbst beobachten und darüber nachdenken, wann Du was warum und wie genau empfindest.

Bemerkst Du frühe Signale, dass der Zorn gleich kommen wird, solltest Du erst einmal tief durchatmen. Baue gedanklich Distanz zu der gegebenen Situation auf, indem Du Dich in die Lage eines unbeteiligten Beobachters versetzt. Versuche, Dich und Deine (mögliche) Reaktion von aussen zu betrachten, so dass Deine Emotionen abkühlen können.

Eine gute Strategie kann auch sein, sich beim ersten Anzeichen von überwältigenden Situationen kurz zurückzuziehen. Ein kurzer Besuch der Toilette oder ein Gang zur Kaffeeküche können als Entschuldigung genutzt werden, so denn eine nötig ist.

Sich in das Gegenüber hineinversetzen

Gezieltes Reflektieren über das eigene Verhalten kann dazu führen, dass Du Dich in Dein Gegenüber hineinversetzt. Frage Dich selbst: Wie wirkt Dein Zorn auf andere Menschen? Ist das Bild, das Du auf andere abgibst, das, was Du wirklich willst? Oder widerspricht das Deinem Selbstbild? Wie solltest Du Dich verhalten, um das zu erreichen, was Du willst, inklusive des Bildes, das du selbst von Dir hast? Das regelmässige Reflektieren Deines Verhaltens hilft Dir, das zu erreichen, was Du für Dich willst.

Viele Menschen finden im Sport eine Hilfe. Vor allem kraftintensive Sportarten wie Bouldern und Klettern, Parcours und die verschiedenen asiatischen Kampfsportarten helfen, Aggressionen abzubauen. Der Sport erfordert hohe Konzentration und lenkt ab. Dadurch gewinnst Du Abstand zu Deinem Alltag und kannst Frustrationen mithilfe sportlicher Erfolge ganz anders verarbeiten. Aber auch ein Ventil ist da: Du setzt die Energie und Kraft, die der Zorn in Dir freisetzen, sportlich ein. Ausserdem gewinnst Du aus der sportlichen Betätigung ein positives Lebensgefühl.

Vera F. Birkenbihl und Byron Katies The Work – Wieviel Ärger braucht der Mensch?

Wieviel Ärger braucht der Mensch? Vera F. Birkenbihl „workt“ mit Moritz Boerner über ihr berufliches und privates Umfeld. Dies ist ein Ausschnitt aus der mehr als zweistündigen DVD über die Tobias Ellerbrok schreibt: „Birkenbihls Lachen, ihr sprühender Witz, ihre unglaubliche Offenheit auch über haarige Themen und eigene schmerzhafte Erfahrungen haben mich tief beeindruckt. Diese Frau spielt keine Rolle, sie ist hundert Prozent sie selbst. Und wie nebenbei lernt man nicht nur eine Menge über The Work und ihre Anwendung, sondern erhält auch noch wertvolle Tipps fürs Leben. Äußerst spannend!“ Die DVD ist ab 10. Dezember 09 bei http://www.moritz-boerner.de/shop/ind… zu bestellen.

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